Warum es Tutu gibt
Sie hat immer von einem eigenen Café geträumt.
Sie sprach oft davon. Wie die Tassen aussehen würden, welches Brot es geben müsste, wer wann vorbeikommen würde. Es blieb ein Plan für später. Und später kam nicht mehr.
Ihr Mann hat den Traum eine Weile liegen lassen, so wie man Dinge liegen lässt, die zu schwer sind. Bis er eines Tages entschied, ihn nicht länger liegen zu lassen. Er hat das Café eröffnet, das sie sich vorgestellt hatte, und es nach ihrem Spitznamen benannt: Tutu.
Deshalb ist hier vieles ein bisschen anders. Man wird nicht gedrängt. Es gibt immer noch einen Nachschlag. Und über der Theke hängt ihr Foto.
Der kleine Teddy, den sie ihm einmal geschenkt hat, sitzt seitdem auf dem Regal hinter der Maschine. Er ist der einzige Gast, der immer da ist.
Irgendwann machen wir das: ein kleines Café, nur unseres.






